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World Games 2009 –
Ein spezielles und unvergessliches Erlebnis!

World GamesDie Selektion für die World Games 2009 in Kaoshiung (Taiwan) kam für mich eher überraschend. Da ich mich anfangs Juli nicht für das WM Team empfehlen konnte, fiel das geplante Höhentrainingslager ins Wasser, weil nur WM Teilnehmer und Teilnehmerinnen in diesem Trainingslager teilnehmen durften. Da Lea Müller aus gesundheitlichen Gründen auf ihren Einsatz in Taiwan verzichtete und ich ohne Höhen-Trainingslager im Juli noch nichts anderes geplant hatte, durfte ich ins World Games Team nachrücken. Die Vorfreude stieg sehr schnell, als ich mich überhaupt einmal mit diesem Anlass auseinandersetzte. Eine Art Olympische Spiele für Sportarten, die eben nicht dem olympischen Programm angehören – auf dieses spezielle Erlebnis durfte ich gespannt sein!

So begann die Taiwan-Reise für uns 5 Athleten (je 2 Damen und Herren pro Nation, plus die Weltmeister waren startberechtigt) und die Trainerin mit
einer langen Reise nach Bangkok und weiter nach Taipei und Kaoshiung. Kaoshiung ist die zweitgrösste Stadt auf der Insel Taiwan und war der Hauptort der World Games 2009. Bereits bei der Ankunft wurde uns bewusst, dass sich die ganze Stadt auf dieses Erlebnis freut. Überall konnten wir Poster und Fahnen entdecken. Gespannt war ich vor allem auf den Kontakt zu anderen, zum Teil doch recht unbekannten Sportarten. So zum Beispiel kämpften neben den Orientierungsläufern, auch Sumo-Ringer, Drachenbootfahrer, Seilzieher, Kletterer, Faustballer,
Rettungsschwimmer und viele andere um Medaillen. Und wie es sich für grosse Spiele gehört, wurden die World Games 2009 mit einer grossen Eröffnungsfeier im neuen Stadion eröffnet. Hinter der Schweizerfahne in ein ausverkauftes Stadion einlaufen zu dürfen, dies werde ich wohl nicht so schnell wieder erleben können!

Die OL Wettkämpfe bestanden aus einem Sprint, einer Mitteldistanz und einer Mixed-Staffel (2 Herren und 2 Damen). Alle Wettkämpfe fanden in
Stadtparks und Naherholungsgebieten statt. In meiner Lieblingsdisziplin Sprint konnte ich am ersten Wettkampftag mein wertvollstes Resultat feiern: 4. Rang, nur knapp hinter den Medaillen. Mit einem solchen Auftakt habe ich nicht gerechnet! Irgendwann wird es auch mit der ersten internationalen Medaille klappen... In der Mitteldistanz erlebte ich dann einen grösseren Absturz. Technisch lief ich über weite Strecken gut, konnte aber nie ganz vorne mitreden. Gegen Ende des Rennens hatte ich zunehmend Mühe, mich auf die Herausforderungen zu konzentrieren. Die Batterien, vor allem die Flüssigkeit fehlte mir. Ich verpasste die Verpflegung und ging in den heissen taiwanesischen Temperaturen völlig ein. Am Schluss resultierte ein enttäuschender 18. Rang und einen völlig erschöpften Körper. Feiern konnten wir aber trotzdem: Daniel Hubmann gewann bei den Männern mit klarem Vorsprung die Goldmedaille! Für die Staffel konnte ich mich noch einmal aufraffen. Ich versuchte zu Beginn das Tempo zu kontrollieren, damit ich einen erneuten Einbruch verhindern konnte. Als 4. mit knapp 40 Sekunden auf die Spitze wurde ich von Matthias Müller ins Rennen geschickt. Ich konnte den Rang halten und sogar noch Norwegen überholen und Daniel als 3. übergeben. Leider habe ich aber aufgrund falscher Routenwahlen viel Zeit auf die führenden Schweden eingebüsst. Am Schluss resultierte ein 7. Schlussrang. Angela Wild konnte auf der Schlussstrecke nicht ganz mit den Schnellsten mithalten.

Nach der Staffel hatten wir das erste Mal so richtig Zeit, die World Games Stimmung und andere Sportarten zu geniessen. Wir besuchten den Final der Sportkletterer, die grosse World Games Plaza am Hafen, fuhren mit den gelben Taxis, machten ein lockeres Footing auf dem Affenhügel, assen taiwanesische Spezialitäten und bestiegen auf der Heimreise das zur Zeit noch höchste Hochhaus der Welt, den Taipei Tower 101 in Tapei.

Rahel Friederich