Swiss O Week 2026

Und schon ist sie wieder vorbei, die Swiss O Week 2026. 6 Etappen im (vor)alpinen Gelände forderten nicht nur kartentechnisch, sondern vor allem auch physisch (und bei Suchaktionen natürlich auch psychisch…). 26 Teilnehmende der OLG Basel stellten sich der Herausforderung, die gänzlich neuen und unbekannten Laufgebiete bei besten Witterungsbedingungen zu entdecken und zwischendurch auch zu geniessen.

Die erste Etappe oberhalb von Morgins erforderte gleich ab dem Startposten genaues Kartenlesen und Orientieren, was anhand der Rückmeldungen nach dem Lauf längst nicht alle erfolgreich umsetzen konnten. Aber es warteten ja noch fünf weitere Chancen.

Die zweite Etappe in Plaine Dranse zeichnete sich vor allem durch den langen Weg an den Start und die eigentlich ja schönen Karrenfelder und Karsterscheinungen aus, aber die physische Herausforderung war bei dieser Langdistanz doch beträchtlich, galt es doch neben vielen Höhenmetern aufwärts noch mehr abwärts zu bewältigen. Da der letzte Posten bei einer Kuhherde sehr beliebt war, wurde ein Helfer zum Bewachen des Postens und Vertreiben der doch sehr neugierigen Kühe abgestellt. Für zukünftige Läufe gibt es somit wohl ein neues Ressort zu besetzen.

Auf der Karte Col de Chésery fand die dritte Etappe, ein Mitteldistanz-Lauf in einer tollen Landschaft statt. Die Belaufbarkeit war im Gegensatz zum Vortag meist gut und der eine Start erfolgte sogar noch auf einem kleinen Schneefeld.

Die vierte Etappe fand auf der Karte Portes du Soleil statt. Die Portes du Soleil ist ein kleiner Pass zwischen den beiden Orten Morgins und Les Crosets und ist namensgebend für die SOW 2026 und natürlich auch für das grenzüberschreitende Skigebiet Portes du Soleil. Nicht wenige OL-Laufende werden wohl in den nächsten Jahren die OL-Karten auch auf den Skis in diesem riesigen Skigebiet erkunden. Der verlängerte Mitteldistanz-OL war mein persönliches Highlight. Vor allem der erste Teil von allen Bahnen war traumhaft in tollem, offenem Gelände.

Leider konnte die 5 Etappe nicht wie geplant durchgeführt werden. Eigentlich sollte zuerst ein Sprint und dann nach einem neutralisierten Schuhwechsel ein Mitteldistanz-Lauf durchgeführt werden. Eine Kombination, die eine grosse Herausforderung gewesen wäre… Aufgrund der schlechten Wettervorhersage und der Anreise mit drei Sesselbahnen wählte das OK die sicherere Variante mit der Ersatzetappe, einem Waldsprint in Morgins. Auch dies eine Wettkampfform, die doch etwas ungewohnt ist… Mal abgesehen von einem Bogenschützen-Trupp, der im Wald umherschoss, sorgte diese Etappe für viele zufriedene Gesichter.

Die letzte Etappe oberhalb von Châtel fand bis auf den Zielposten ganz auf Schweizer Gebiet statt. Ein würdiger Abschluss der SOW in einem wiederum sehr schönen Laufgelände mit Seen, offenen Gebieten, aber zum Teil auch steilen Hängen, die es zu bewältigen galt.

Fazit: Eine tolle SOW mit mehrheitlich tollen Läufen in bis dato unbekanntem OL-Gelände in der Schweiz und in Frankreich. Die nächste SOW im 2028 in Saas-Fee kann kommen (dannzumal hoffentlich ohne die grossen An- und Rückreisen wie im 2026). Und wer Kinder im Kinderhort hat, muss für all die Basteleien einen Anhänger mit dabei haben.

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