Lakes 5 Days

In der ersten Augustwoche fand im nordwestenglischen Lake District der «Lakes 5 Days» statt. Unter den total 1521 Teilnehmern waren nur gerade 7 Schweizer. Von der OLG Basel nahm Stefan Brauchli teil.

Der Lake District ist die Region in England, welche noch am ehesten an unsere Berge herankommt. Auch wenn der höchste «Berg» gerade einmal 978 Meter über Meer liegt.

Die erste Etappe war denn auch auf einem flachen, baumlosen Hügelrücken mit viel Sumpf (und ja diese waren noch sehr nass). Auch in den trockenen Bereichen war der Boden sehr weich und entsprechend anstrengend zu belaufen. Zudem kam teilweise dichter Farn. In Summe ein Terrain, das wir in der Schweiz definitiv nicht zu bieten haben.

Die zweite Etappe war dann schon eher mit unseren Bergen zu vergleichen. Viele Felsen, Steine, ein paar wenige Sümpfe und viele Höhenmeter (440m auf 7.8km) prägten den Lauf. Etwas Sorgen bereitete auch die Ankündigung, dass auf den letzten 600m des Laufs ganze 200 Höhenmeter vernichtet werden. Abgesehen davon war es wunderschön und technisch anspruchsvoll.

Am dritten Tag wurden wir daran erinnert, dass wir in England sind. Wir wurden mit sehr tiefen Wolken (im Laufgebiet war es dann Nebel) und Regen begrüsst. Etwas ungewohnt war auch die Bestimmung des Veranstalters, dass zwingend eine wasserdichte Jacke mitgenommen werden muss. Da zahlt es sich aus, wenn man vom Postensetzen gewohnt ist mit Rucksäcklein OL zu machen.
Das Gelände war eine Mischung der ersten beiden Tage. Weicher Untergrund mit vielen Sümpfen aber auch Felsen, Steine und einige Höhenmeter.

Nach den drei kräftezehrenden Etappen war ich sehr froh um den nun folgenden Ruhetag. Das Angebot eines Score-OLs liess ich aus. Stattdessen erkundete ich die Natur und Vogelwelt an der Morecambe Bay. Da durfte ich eine weitere Englische Eigenheit kennenlernen. Mein offizieller Spazierweg verlief über einen Golfplatz direkt am Green vorbei. Und plötzlich sehe ich aus dem Augenwinkel etwas heranfliegen. Ja ein Golfer nimmt doch keine Rücksicht auf Spaziergänger. Glücklicherweise ist nichts passiert.

Die letzten beiden Etappen waren dann in bewaldetem Gebieten. Am Donnerstag stand ein Mitteldistanz-Lauf in einem felsigen Wald auf dem Programm. Im Allgemeinen war der Wald sehr gut belaufbar nur der steinige Untergrund und einige Stechpalmen-Dickichte erschwerten das Laufen.

Zum Abschluss stand nochmals eine Langdistanz in abwechselnd offenem und bewaldetem Gebiet auf dem Programm. Vor allem im offenen Gebiet bestand der Untergrund häufig aus zerklüftetem Kalkstein. Dies erschwerte das Kartenlesen während dem Laufen erheblich, da man stets auf die Füsse achten musste.
Am meisten Kopfzerbrechen bereitete mir für einmal keine Routenwahl. Gemäss Weisungen war das Tragen von unversehrter, den Körper komplett bedeckender Kleidung zu tragen. Gar nicht so einfach Hosen und Stulpen ohne Löcher zu finden.

Der Lakes 5 Days war definitiv eine super Erfahrung. Die Organisation war einfach und unkompliziert. Einzig die Sicherheitsbedenken bei schlechtem Wetter und die Angst vor Zecken war etwas gewöhnungsbedürftig. Die nächste Ausgabe wird 2030 stattfinden. Vielleicht dann wieder mit OLG-Beteiligung?

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