Aargauer 3-Tage-OL 2026

Die Ausgabe 2026 des Aargauer 3-Tage-OL fand in und um Baden statt. Wie gewohnt wurde das Weekend mit einem Sprint am Freitag eröffnet, gefolgt von einer normalen Waldetappe am Samstag und dann dem Jagdstart am Sonntag. Doch eins nach dem Anderen.

Der Sprint am Freitagabend in der Altstadt von Baden stand im Zeichen von Treppen und der Hitze. Zum Glück gab es unterwegs genügend Brunnen, so dass sich doch der eine oder die andere OL-Laufende während dem Lauf abkühlen konnte. Im besten Fall war der Posten gleich beim Brunnen wie auf dem Bild unten. Im Vorfeld war die Ruine Stein prominent in der Werbung für den Lauf platziert, aber auf fast allen Bahnen war es keine Option, den Umweg via Ruine Stein zu nehmen. Bei der Hitze und den Höhenunterschieden war dies sicherlich kein Unglück. Die Bahnabschnitte in der Altstadt im Feierabend-Groove hatten neben dem Auf und Ab auch noch die Herausforderung von Fussgängern, Velos und E-Trottis. Alles in Allem ein heisser Start ins Weekend. Und beim OLG-Duell bei den H40 entschied wie an der Leichtathletik-EM der Zielfilm um eine Sekunde zu Gunsten von mir und zu Ungunsten von Stefan.

Wenn schon der Freitag im Zeichen der Hitze stand, war es der Samstag noch mehr. Auf der Karte Baldegg-Horn stand am Nachmittag die zweite Etappe auf dem Programm. Wie am Freitag konnte die Startzeit selber gewählt werden- sehr kundenfreundlich, jedoch kein taugliches Mittel, um der Hitze auszuweichen. Der Wald selber war wie jeder Mittellandwald mehr trocken und herbstlich als in normalem und gesundem Zustand. Zwischenzeitlich konnte man fast Mitleid mit den Brennnesseln und Dornen haben, denn selbst diese waren grösstenteils «niedergebrannt» – mit sehr positiven Auswirkungen auf die Belaufbarkeit, die überraschend gut war. Die H40-Bahn war abwechslungsreich und physisch sehr fordernd und immerhin war in einem kurzen Bachabschnitt, den es zu queren galt, noch etwas feuchte Erde übrig. Aufgrund der enormen Hitze waren die Zielgespräche weniger von Routenwahlen geprägt, als vielmehr von Motorüberhitzungen und dem Kampf gegen die Hitze und den Durst unterwegs. Ich selber fühlte mich wie zahlreiche andere auf den letzten zwei Postenabschnitten Richtung Ziel so in etwa wie Leo Neugebaur an der Leichtathletik-EM im 1500er im Zehnkampf – auf der letzten Rille und mit den letzten Kraftreserven gerade noch das Ziel erreichend.

Die dritte Etappe mit dem legendären Aargauer 3-Tage-OL-Jagdstart fand auf der Karte Tüüfels-Chäller/Baregg statt. Der Mittellandwald umfasst mit dem Tüüfels-Chäller eine aussergewöhnliche und im Aargau einmalige Geländekammer (mit dem Felsenheim können wir in der Nordwestschweiz noch etwas mehr bieten): Das von Erdrutschen geprägte Gebiet mit seinen spektakulären Felsformationen forderte präzises Kartenlesen und volle Konzentration zum Abschluss jeder Bahn vor dem Zieleinlauf. Der Wald selber war wiederum sehr gut belaufbar, auch wenn bei dieser Trockenheit die Auf- und Abstiege eine sehr staubige, rutschige Angelegenheit waren und der Halt zum Teil nur noch knapp gegeben war. Gut, bei den Absteigen konnte man sich den Rutschbahn-Effekt zu Nutze machen. Mir selber fehlte der Getränkeposten unterwegs und das mit der Konzentration am Schluss funktionierte auch nicht mehr zu 100%, so dass ich schliesslich nicht unglücklich war, dass nach dem Tüüfels-Chäller gleich das Ziel kam.

Der Aargauer 3-Tage-OL war ein guter Übergang von den internationalen Mehrtagesläufen im Sommer zur regionalen und nationalen Herbstsaison mit unserem OLG Basel / OLK Fricktal Weekend mit der LOM im Rheinfelderberg.

Von den OLG-Startenden wurden in der Gesamtwertung 5 Top10-Ränge erlaufen:

Rang 4: Ursula Odermatt (D55) und Dominik Müller (H40)

Rang 5: Noël Voeste (H18) und Stefan Brauchli (H40)

Rang 7: Manon Baader Plattner (D55)

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